Es gibt sowohl gute Proteinquellen tierischen als auch pflanzlichen Ursprungs. Beide Varianten haben also ihre Berechtigung in einer ausgewogenen Ernährung. Für einen besonders abwechslungsreichen Speiseplan empfiehlt sich daher ein Mix, bei dem pflanzliche Produkte die Basis bilden und tierische Produkte als Ergänzung dienen können.
Tierische Proteinquellen
Bei tierischen Eiweißquellen gilt es, auf die Verarbeitung und den Fettgehalt zu achten. Stark verarbeitete Wurstwaren enthalten oft viele gesättigte Fettsäuren. Greife lieber zu naturbelassenen Varianten wie Magerquark, körnigem Frischkäse oder Hähnchenbrust.
Im Folgenden findest du eine Auflistung verschiedener Lebensmittel und deren Eiweißgehalt:
Proteingehalt (Gramm pro 100 Gramm)
- Parmesan: 35,6
- Rinderfiletsteak (gebraten): 25,9
- Schnittkäse: 25,2
- Riesengarnelen (gegrillt): 24,0
- Putenbrust (geräuchert): 23,0
- Thunfisch (Konserve): 22,9
- Forelle (geräuchert): 21,2
- Magerquark: 11,9
Pflanzliche Proteinquellen
Die Pflanzenwelt bietet eine enorme Vielfalt. Hülsenfrüchte wie Linsen, Bohnen und Sojaprodukte sind die Klassiker. Viele Nüsse und Kerne liefern außerdem zusätzlich Proteine.
Im Folgenden findest du eine Auflistung pflanzlicher Lebensmittel und deren Eiweißgehalt:
Proteingehalt (Gramm pro 100 Gramm)
- Kürbiskerne: 35,5
- Erdnüsse (geröstet): 29,0
- Seitan: 28,4
- Sonnenblumenkerne: 26,1
- Linsen: 23,4
- Leinsamen: 22,3
- Mandeln (süß): 22,3
- Chiasamen: 22,1
- Pistazien: 20,3
- Tofu: 15,5
So kannst du pflanzliche Eiweißquellen miteinander kombinieren
Pflanzliche Proteine lassen sich besonders effektiv nutzen, wenn du verschiedene Quellen miteinander kombinierst. Der Hintergrund: Einzelne pflanzliche Lebensmittel enthalten unterschiedliche Aminosäureprofile. Durch eine geschickte Kombination ergänzen sich diese Profile sinnvoll.
So liefern beispielsweise Kerne und Nüsse Proteine und diverse Aminosäuren. Eine Linsen-Bowl mit Kürbiskernen (geröstet und gesalzen), ein Bohnensalat mit Sonnenblumenkernen oder ein Tofu-Gericht mit Topping aus Jumbo-Erdnüssen liefern nicht nur zusätzliche Proteine, sondern auch gute Fette und Mikronährstoffe. Samen wie Leinsamen lassen sich unkompliziert in Haferflocken, Joghurtalternativen oder Smoothies integrieren und erhöhen so die Proteindichte deiner Mahlzeit ohne großen Aufwand.
Im Alltag bieten sich zahlreiche einfache Rezeptideen an: Zum Frühstück eignen sich beispielsweise Overnight Oats mit Sojajoghurt, ungeröstete Mandeln (naturbelassen) und Chiasamen oder Vollkornbrot mit Erdnussmus und Leinsamen. Mittags sorgen Linsen- oder Quinoa-Bowls mit Tofu und Gemüse für eine ausgewogene Versorgung. Am Abend kann ein Chili sin Carne mit roten Linsen oder ein Seitan-Geschnetzeltes mit Naturreis eine proteinreiche Option sein. Auch als Snack zwischendurch funktionieren Mandeln, grüne Pistazienkerne oder geröstete Kichererbsen sehr gut.